Blockaden und Widerstände überwinden

Aktualisiert: 12. Dez 2018

Und wie Sie Ihren eigenen Glücksraum erweitern.


Glück ist Ihr Grundzustand, schreibt Mo Gawdat in "Die Formel für Glück" (ehem. Chief Business Officer von Google X). Erfolg alleine macht nicht unbedingt glücklich, aber Glück trägt zum Erfolg bei. Glück ist der Unterschied zwischen den Ereignissen Ihres Lebens und den Wünschen und Erwartungen, wie das Leben aussehen soll. Wenn alles nach Plan läuft, sind wir glücklich. Unser Gedankenchaos mit unrealistischen Erwartungshaltungen und Glaubenssätzen hat Ihre Quelle immer in der Vergangenheit oder Zukunft. Das suggeriert eine virtuelle Welt, die uns über kurz oder lang leiden lässt. Nicht nur von Mo Gawdat wissen wir, dass wir ständig denken und fühlen, unser Verstand und Körper zu sein. Unsere Sinneswahrnehmung und Bandbreite der Kontrolle ist eingeschränkt. Die Forschung liefert hierzu laufend neue Fakten. Erlauben Sie sich lieber Fehler zu machen, weniger mit anderen zu vergleichen sowie dankbarer und handlungsfähiger zu werden. Dazu gehört auch Ihre Kernangst einzugestehen. Was ist das Schlimmste, was passieren könnte? Spielen Sie das Worst- und Best-Case-Szenario mal durch.


In einer Studie mit Studenten waren 60-70% der Gedanken negativ oder pessimistisch. Wir verleihen negativen Gedanken einfach mehr Gewicht und erleben unsere Realität durch einen eigenen Filter. Deshalb sind die Geschichten in unserem Gehirn immer unvollständig. Das Tatsächliche wie wahres Glück kann deshalb nur im Jetzt stattfinden. Die Seele akzeptiert keine Ersatzbefriedigungen. Schreiben Sie deshalb täglich Ihre Glücksmomente auf. Die Intensität Ihres Gefühls entscheidet über die innere Manifestation von Glück. Erweitern Sie diesen Glücksraum. Durch Ihre innere Einstellung zu sich selbst organisieren Sie rein wissenschaftlich betrachtet Ihr eigenes Magnetfeld und treten so mit Ihrer Umwelt in Kontakt. Das ist entweder anziehend oder abstoßend (Elementarprinzip). Afformationen können bei Blockaden als positive Fragen helfen: “Warum bin ich reich? Warum bin ich gesund? Warum bin ich beliebt und anerkannt?” Durch diese Fragen wird ein Suchauftrag im Gehirn angelegt. Sie werden dadurch immer mehr Impulse im Alltag erhalten, die Sie dazu bringen, reich und beliebt zu sein.


Bei Blockaden und Widerständen können diese Fragen Klarheit schaffen.

  1. Was würden Sie in dieser problematischen Situation für angemessener halten, und was würden Sie lieber tun statt Ihres störenden oder blockierenden Verhaltens und des dazugehörigen inneren Erlebens.

  2. Um dieses Verhalten hervorbringen zu können, brauchen Sie vielleicht Fähigkeiten, die Sie noch nicht haben (Schlagfertigkeit, Ausdauer, etc.). Wenn nein, gibt es einen speziellen Grund, warum diese Fähigkeiten noch nicht entwickelt wurden, etwa limitierende Glaubenssätze über Ihre Möglichkeiten, dies zu leisten, bzw. entgegenstehende Werte.

  3. Da Sie zur Zeit dieses Verhalten und alles was dazu gehört noch nicht in der Lage sind hervorzubringen, was denken Sie über sich? Und was würden Sie über sich wissen, wenn Sie dieses Verhalten genauso leicht hervorbringen können wie viele andere Ihrer Verhaltensweisen?

Die Antworten führen uns zum Modell der logischen Ebenen (nach Robert Dilts). Diese Ebenen sind hierarchisch gegliedert in die sechs Ebenen des Denkens und beeinflussen sich gegenseitig:

  1. Die Umwelt: z.B. soziales Umfeld, Arbeitsumfeld, Wohnraum, Gegenstände, Raum und Zeit

  2. Das Verhalten: z.B. Gewohnheiten, Körpersprache, Sprachstil, Aufmerksamkeitsfokus, eigene Handlung

  3. Die Fähigkeiten: z.B. Lern- und Entscheidungsstrategien, Fähigkeit zur schnellen Veränderung des Verhaltens, der innere Prozess

  4. Die Werte und Glaubenssätze, grundlegende Motivatoren und Demotivatoren, Entscheidungskriterien, Biografie

  5. Die Identität: Selbstwahrnehmung, Selbstbild, intrinsisch motivierte Ziele

  6. Die Spiritualität, Zugehörigkeit, Vision: Was möchten Sie in der Welt verändern?

Die Umwelt ist die Umgebung, die alle äusseren Bedingungen enthält, die auf einen Menschen einwirken. Auf dieser untersten Ebene bewegt sich der Mensch mit seinem Verhalten. Hinter dem Verhalten liegen die individuellen Fähigkeiten, die es Menschen ermöglichen, ihr Verhalten auszuführen. Über den Fähigkeiten liegt die Ebene der Motivation, mit der ein Verhalten überhaupt entwickelt werden kann. Die Motivation im Modell der logischen Ebenen muss nicht nur triebgesteuert sein, sondern kann ebenso auf Werten und Glaubenssätzen beruhen. In der Ebene der Persönlichkeit wird auch die eigene Identität definiert, mit der unterschieden wird, wer jemand ist und was dazu gehört. Die höchste Ebene ist die Zugehörigkeit, die Spiritualität, und beinhaltet die Vorstellungen, Gedanken und den Glauben von Menschen an etwas, das mehr ist als eine reale Person. Hierbei geht es um Fragen wie: „Warum leben wir?“ und „Was ist der Sinn des Lebens?“ Nach Dilts hierarchischem Modell ist eine Problemlösung in der Regel auf der nächst höheren Ebene möglich. Da eine Ebene jeweils die Informationen der darunter liegenden Ebene organisiert, führen Veränderungen auf der einen Ebene zwangsläufig zu Veränderungen auf der nächsttieferen Ebene.


Bei gewissen Ereignissen sind wir machtlos. Gerade in der Kindheit müssen wir Schutzmechanismen nachgeben, damit wir überlebensfähig bleiben. Wenn wir verletzt oder verzweifelt sind, verlieren wir unsere Urteilsfähigkeit. Manche Lebenserfahrungen und Träume können nicht mehr ersetzt oder zurückgewonnen werden. Akzeptieren und respektieren wir den Schmerz, können wir im Leben nach Alternativen umschauen. Führen Sie nebst einem Bitterkeits- auch ein Glücksmomente-Journal. Erinnern Sie sich auch an Momente, wo Sie in das Leben und in die Arbeit verliebt waren.

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